Die Botschaft

Bert Brecht’s Gedicht aus seiner Exilzeit ist in einer betont nüchternen Sprache gehalten, mit der Aussage „Wirklich, ich lebe in finsteren Zeiten!“
Was sind das für Zeiten, wo ein Gespräch über Bäume fast ein Verbrechen ist
Weil es ein Schweigen über so viele Untaten einschließt!

Die vier Strophen schließen mit dem Refrain:
„So verging meine Zeit / Die auf Erden mir gegeben war“.
Es wird beklagt, dass es nicht gelang, den aufkeimenden Nationalismus zu ersticken, um so den „Sumpf“ trockenzulegen. Nachdem die kalte und hoffnungslose Zeit aufgezeigt wird, endet das Gedicht mit einer hoffnungsvollen Perspektive der Zukunft. Diesen Hoffnungsschimmer wollte Bert Brecht auch als letzte Botschaft bei seiner Beerdigung an die Nachwelt überliefert wissen.

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1989 wurde auf Betreiben des Chorgründers und damaligen Gemeinderats-mitgliedes Wolfgang Simböck gemeinsam mit dem damaligen Bürgermeister Gerhard Skiba der Mahnstein in Braunau direkt vor dem Geburtshaus von Adolf Hitler aufgestellt. Der Stein stammt aus dem ehemaligen KZ Mauthausen und soll auch noch künftige Generationen an die Greueltaten der NS-Zeit erinnern. Mit der Inschrift

Für Frieden, Freiheit und Demokratie
Nie wieder Faschismus
Millionen Tote mahnen

hat die Stadt Braunau ein unmissverständliches Zeichen gesetzt, wie sie zur Vergangenheit steht.

Der Demokratische Chor Braunau trug vom Beginn der Gedenkfeiern an diesem Mahnstein zu deren musikalischer Gestaltung bei.